Nicht einfach irgend eine Seite für Kinder mit Einschränkungen

Judo baut Brücken

am Nov 10 2010
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Ich bin allen Ernstes gebeten worden, etwas über Robin für die Homepage des Judoclub Haldern zu schreiben!

Nach einem Wettkampf fragte mich der Pressewart des Judoclub Haldern, ob ich nicht etwas über Robin und wie er den Judoclub erlebt schreiben möchte.

Das habe ich gerne getan.

Hier kommt der Beitrag:

Liebe Eltern, liebe Judoka,

mein Sohn Robin ist ein besonderes Kind.

Das heißt, er hat Behinderungen:

Zuerst hat er Neurofibromatose Typ1, die bei ihm vor allem motorische  Probleme und einen niedrigen Muskeltonus, also wenig Kraft zur Folge  hat, dann auch noch Verhaltensstörungen, die dazu führen, dass er als  sehr anstrengend und manchmal auch unerzogen erlebt wird. Diese haben  sich nach und nach als ADHS und später noch als atypischer Autismus  herausgestellt.

Als wir vor über drei Jahren  vom Schnuppertraining beim Judo-Club Haldern lasen, dachte ich: "Ja, das könnte für Robin gut sein". Zuerst habe ich Irene Groß angeschrieben, ob der Judo-Club Haldern sich überhaupt in der Lage sieht, mit Kindern wie Robin umzugehen, einfach weil ich Robin und uns die Frustration ersparen wollte, dass man ihn nach ein paar Wochen nach Hause schickt. Irene hat mir aber versichert, dass sie Erfahrung mit Kindern wie Robin hat und kein Problem darin sieht, mit ihm umzugehen.

So sind wir mit ihm zum Schnuppertraining gegangen und er hat auch gerne mitgemacht. Nach ein paar Wochen wollte er gerne dem Club beitreten, worüber wir uns auch sehr gefreut haben. Die Trainer Irene, Hans-Jürgen, Tobias, Jörg, Stefan und Christian  verstehen es prima, Robin immer wieder dort abzuholen, wo er gerade steht und sind auch immer bereit, ihm die zusätzliche Zuwendung und Aufmerksamkeit nebst nötiger "Extraeinladungen" zu geben, die er braucht, ohne ihm oder uns Vorwürfe zu machen. Und sie sehen es und loben Robin, wenn er gibt, was er geben kann und vor allem nehmen sie ihn an, wie er ist.

Es hat zwar eine Weile gedauert, allein weil er sich selbst oft im Wege steht, aber mittlerweile ist Robin als Vereinskamerad voll anerkannt und wird auch außerhalb des Trainings von den anderen Kindern gegrüßt.

Auch wenn er seine Handicaps hat, feuern ihn die anderen Kinder bei Wettkämpfen genauso wie oder sogar noch stärker als die anderen Kinder an. Die kampfstärkeren Kinder haben viel Geduld mit ihm und üben sogar noch bei Wettkämpfen manche Griffe und Würfe.

Der Trainer hat Robin beim Mannschaftsturnier (Sparda-West-Bank-Cup) in Friedrichsfeld und beim zweiten Wettkampftag in Kalkar für seine Gewichtsklasse aufgestellt, weil er sich auf Robin verlassen kann und Robin durch seine Teilnahme dem ganzen Team positive Impulse gibt. Das ist doch ein echter Beweis, dass Robin nicht nur dabei, sondern wirklich mitten drin ist.

Es ist wirklich sympathisch, dass der Judo-Club Haldern seinen Schwerpunkt eher darin sieht, Kindern Freude am Judo zu vermitteln und sie zu darin zu fördern.

Judo baut Brücken!

Burkhard Hochstraß

Zuletzt geändert am: Dec 01 2010 um 22:33

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Kommentare

Mittlerweile bin ich selbst Pressewart.... von Gast am Jul 02 2011 um 22:02
...beim Judo-Club Haldern.
Es ist nicht selbstverständlich, dass man zulässt, überhaupt einen Zusammenhang zwischen Verein, Chor etc und dieser Seite herzustellen.
Manchmal heißt es: Das hat doch da gar nichts mit zu tun.
Naja, nicht direkt, aber indirekt immer.
Als Vater eines Kindes mit Behinderungen bin ich immer ein bisschen mit meinem Kind beschäftigt.

Burkhard

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