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Am Anfang war die Idee, mit einem Online-Forum Eltern zusammen zu bringen, die sonst gar nicht wüssten, dass sie nicht alleine sind. Dann aber blieben die wegen der ach so erfreuten Reaktionen erhofften Anmeldungen im Forum aus und sogar die Eltern aus Robins Klasse machten trotz mehrfacher Erinnerungen keine Anstalten, im Forum mitzumachen, obwohl doch alle die Idee so toll fanden.
Selbst nach dem Vierspalter in der RP hatte sich so gut wie nichts auf dieser Seite getan, und da hatte ich doch einige Hoffnungen daran geknüpft. Ein vierspaltiger Artikel im Lokalteil ist ja nicht so einfach zu übersehen. Oder? Ich war wirklich enttäuscht, weil trotz der vielen Werbung und Gespräche mit Eltern und Lehrerinnen und dem Vierspalter in der Zeitung so wenig Resonanz war. Und dann hieß es auch noch: "ich werde mich doch nicht outen!" Soso: 'outen' Ist es denn so schlimm, zum Kreise der Betroffenen zu gehören? Bisher war doch alles in Ordnung!
Und jetzt auf einmal stimmt was nicht mit meinem Kind! Ich möchte doch nur, dass mein Kind normal aufwächst! Und jetzt kommt Ihr und sagt mir, mein Kind hat Einschränkungen! Hat man Dir heute gesagt, dass Dein Kind besondere Therapien braucht oder dass es ein eine besondere Schule gehen soll? Und vorher war alles ganz normal? Du bist vielleicht einfach noch nicht so weit, Dich darauf einzulassen, dass Dein Kind zu den Kindern mit Einschränkungen gehören soll! Auch ich lerne noch dazu. Nach längeren Disputen mit der Fachfrau (ich mich an sie gewandt, weil ich einfach endlich wissen wollte, ob es an mir oder der Kimiei-Seite liegt, dass so wenig Resonanz kommt) habe ich verstanden, dass viele Eltern, deren Kinder Einschränkungen haben, dieses erst recht spät erfahren, also so etwa, wenn der erste Sprachtest durchgeführt wird oder weil es im Kindergarten festgestellt wurde, oder vielleicht sogar erst beim Einschulungstest.
Die meisten müssen sich erst mit diesem Gedanken anfreunden. Das ist manchmal schmerzhaft, aber leider nicht zu umgehen. Weil wir schon lange wissen, dass Robin Einschränkungen hat, leben wir halt damit und können damit umgehen. Andere Eltern sind wohl einfach noch nicht so weit. Auch wir hatten gehofft, dass sich die Defizite bis zum Ende der Kindergartenzeit aufholen lassen würden. Leider war es nicht so, und ich war auch erst geschockt, aber dann habe ich beschlossen, halt damit zu leben. Ich bemühe mich darum, Robin möglichst realistisch einzuschätzen; es hat doch keinen Sinn, die Einschränkungen nicht sehen zu wollen. * * *
Lange hatte ich gezögert, aber im Herbst 2009 habe ich unser eigenes Forum geschlossen, da die Resonanz sehr gering war.
Jetzt im Jahre 2011 möchte ich einen zweiten Versuch wagen, da seit der Schließung doch noch dreitausend weitere Besucher diese Seite aufgerufen hat. Es soll ein Forum sein, in dem sich Eltern und Betroffene wie wir sich austauschen können. Oft ist es doch so, dass man abends nicht so einfach weggehen kann, um dann quer durch den Niederrhein für einen Stammtisch zu fahren.
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